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Nicht der Wille ist entscheidend sondern auf den Weg kommt es an.
Fast jede zweite Raucherin und etwas jeder dritte Raucher haben mindestens einen Aufhörversuch hinter sich.
Nicht der Stoff Nikotin allein ist es der süchtig macht !
Mit dem angenehmen Gefühl der Belohnung ausgestattet, wird das Rauchen ständig von einer Menge unauffälliger Situationen begleitet.
Allein schon das Anzünden einer Zigarette wird zu einer befriedigenden Handlung. Wer tausende Male mit Wohlbehagen und Genuss den ersten Zug aus der Zigarette gesogen hat, der weiß dass Rauchen ein fester Teil seines Lebens ist.
Rauchen ist mit Schlüsselreizen, bestimmte Gründe, Orte, Zeiten und Handlungen verbunden. Zum Beispiel mit einem Glas Wein, einem schönen Essen, der Bushaltestelle oder Telefonaten. Die psychische Verbindung bestimmter Situationen mit dem Rauchen – etwas Geselligkeit, Belohnung oder Entspannung – macht den Entzug besonders schwer.
Die Zigarettensucht ist mit ganz bestimmten Schlüsselreizen verbunden. Verlangensattacken tauchen beispielsweise auf wenn bei konzentrierter Arbeit, beim Telefonieren oder beim Entspannen keine Zigaretten griffbereit sind.
Zur Raucherentwöhnung muss für die verführerischen Schlüsselsituationen, dies bisher einen Zigarettenreflex ausgelöst haben, ein alternatives Verhalten gefunden werden. Der Griff zur Zigarette sollte verstehbar und damit kontrollierbar werden.
Welcher Rauchertyp sind Sie ?
Der Genussraucher verbindet schöne Momente im Laufe des Tages mit einer Zigarette.
Er braucht die Zigarette nicht, er gönnt sie sich nach einem Espresso, einem schönen Essen, einem anregenden Gespräch oder in der Pause.
Der Stressraucher greift zur Zigarette um Belastungen zu meistern. Ob Termindruck, Prüfungsangst, Beziehungsstress. Mit der Zigarette haben Stressraucher das Gefühl, Spannung, Angst und innere Unruhe abzubauen und sich früh für bevorstehende Aufgaben zu wappnen.
Suchtraucher wissen, dass es schädlich ist zu rauchen können aber nicht aufhören. Sie wissen dass sie Nikotin abhängig sind und nehmen es als Schicksal hin.
Gelegenheitsraucher rauchen hin und wieder in der Gesellschaft mit, weil sie Beschäftigung für die Hände suchen oder einfach weil es in der Zigarettenrunde so gemütlich ist.
Figurraucher nutzen Zigaretten, um ihr Gewicht zu halten und schlank zu bleiben. Die Zigarette dient hierbei als Ersatz für Mahlzeiten.
Die Macht der Gewohnheit
Jeder Raucher hat seine Lieblingszigarette auf die er am wenigsten verzichten mag.
Die morgendliche Zigarette
Die Verdauungszigarette
Die Entspannungszigarette
Die Stresszigarette
Die Geselligkeitszigarette
Die Genusszigarette
Verführerische Situationen sind
Vor und während der Arbeit
In der Arbeitspause
Am Telefon oder vor dem PC
Nach dem Essen
Vor dem Fernseher
Zur Tasse Kaffee
Zum Glas Wein
Beim gemütlichen Zusammensitzen
Körperliche Symptome, Begleiterscheinungen bei ausbleibender Nikotinzufuhr
Unruhe, Reizbarkeit
Konzentrationsstörungen
Schlafstörungen
Müdigkeit
Verstopfung und Blähungen
Husten, trockener Hals
Gewichtszunahme
Suchtmacher Nikotin
Jeder weiß um die gesundheitsschädigenden Folgen einer Zigarette, doch die meisten akzeptieren sie. Der Raucher braucht Nikotin, weil er abhängig ist. Und damit ist der gleichzeitig gezwungen, rund 4000 chemische Verbindungen einzuatmen, von denen 200 hochgiftig sind. Unter Zug kühlt sich das entstandene Gemisch hochgiftiger Schadstoffe ab und schlägt sich kurz vor dem Filter als Kondensat nieder. Je kürzer die Zigarette wird, umso mehr reichern sich in der Kondensationszone die Schadstoffe an. Ob man an einer Zigarette zieht oder die Nase an den Auspuff hält, beide Male atmet man annähernd die gleiche Menge an Kohlenmonoxid ein.
Wie viel Nikotin und Kondensat holt sich ein Raucher aus einer Zigarette?
Die Werte, welche auf den Packungen stehen, ermittelt eine amtlich anerkannte Rauchmaschine und sie sind irreführend. Was ein Raucher an Suchterregern und Krankmachern wirklich aufnimmt hängt von der Technik des Rauchens ab, wie er
den Filter anfasst und wie häufig und heftig er an der Zigarette zieht.
Eine der wichtigsten Signalüberträger im Nervengeflecht ist das Hormon Acetylcholin. Nikotin ist diesem Botenstoff sehr ähnlich. An allen Empfangsstationen und Schaltungen, an denen Acetylcholin wirkt, greift auch Nikotin. Nikotin beeinflusst das gesamt Nervengeflecht im Körper. Nikotin ist in Wasser sowie in Fett löslich deshalb können seine Moleküle in alle Körperflüssigkeiten und –zellen eindringen. Die leichte Löslichkeit macht es möglich, das Nikotin über die Schleimhäute von Mund, Nase und Magen, über Lunge und Haut aufzunehmen.
Zur Raucherentwöhnung wird Nikotin in Form von Pflastern, Kaugummis, Lutschtabletten sowie Nasenspray angeboten.
Zur Information !!!
Light-Zigaretten enthalten genauso viel Nikotin und Teerstoffe wie normale Zigaretten - sie haben nur mehr Löcher im Filter und lassen so mehr Luft durch. Um aber den gewohnten Nikotinspiegel zu halten, inhalieren Raucher tiefer und machen mehr Züge. Die Belastung an Sucht- und Krankmachern ist genauso hoch wie bei normalen Zigaretten.
Menthol macht die Atemwege frei, weshalb Zigaretten, die mit diesem Aromastoff versetzt sind, den Raucher tiefer inhalieren lassen. Dadurch kann das Nikotin noch besser aufgenommen werden.
Nicht der Stoff Nikotin allein ist es der süchtig macht. Mit dem angenehmen Gefühl der Belohnung ausgestattet, wird das Rauchen ständig von einer Menge unauffälliger Situationen begleitet. Wer raucht tut dies immer zu bestimmten Gelegenheiten an die sich das Gehirn erinnert. All das bieten Pflaster oder Kaugummis nicht!
Zigarettenersatzmittel
Nikotin pur, die so genannten Nikotinsubstitution, wird für Aufhörwillige in der Apotheke in Form von Pflastern, Kaugummis, Lutschtabletten oder Nasensprays angeboten. Dieses Nikotin sickert nur langsam durch die Haut beziehungsweise Schleimhaut – im Gegensatz zu dem Nikotin aus der Zigarette, das in die Lunge gesogen wird. Dem Raucher fehlt aber bei dieser Art der Verabreichung der typische Kick in Gehirn. Nikotin pur ist weniger befriedigend, dafür aber auch weniger Sucht erzeugend.
Nikotin zum Aufkleben
Nikotinpflaster gibt es ohne Rezept in verschiedenen Stärken. Morgens auf die Haut geklebt, fließt eine gleichbleibende Menge Nikotin in den Körper. Jeden Morgen ein neues Pflaster und der Nikotinpegel wird immer auf dem gleichen Stand gehalten. Der ist jedoch nur halb so hoch wie beim Rauchen !
Nikotin zum Kauen
Nikotinkaugummi muss langsam gekaut werden, wobei der Speichel nicht sofort hinuntergeschluckt werden darf. Denn das Nikotin aus dem Kaugummi erreicht nur durch die Mundschleimhaut hohe Werte im Blut, über den Magen kommt kaum etwas an. Nikotinkaugummis sind besonders für Gelegenheitsraucher geeignet.
Nikotin zum Lutschen
Wie beim Kaugummi auch, erfolgt die Nikotinaufnahme bei der Lutschtablette über die Mundschleimhaut. Allerdings wird mit dieser Form der Darreichung ein höherer Nikotinspiegel im Blut erzielt. Es kann etwa alle 90 Minuten eine Tablette gelutscht werden.
Nikotin zum Sprühen
Gegenüber Kaugummis und Pflastern ist das Nikotin-Nasenspray deutlich schneller im Blut. Gedacht ist das Spray deshalb für stark abhängige Raucher. Das das Spray unter Umständen abhängig macht wurde es Anfang 2003 vom deutschen Medikamentenmarkt genommen. Es ist nur noch über ärztliche Verordnung in internationalen Apotheken erhältlich.
Alle diese Mittel dienen nur dazu den Nikotinbedarf zu stillen. Das Bedürfnis eine Zigarette in der Hand zu halten bzw. daran zu ziehen werden von diesen Produkten nicht befriedigt.
Elektronische Zigarette
Die elektronische Zigarette (auch eZigarette, e-Zigarette oder elektrische Zigarette genannt) sieht aus wie eine konventionelle Zigarette.
Sie besteht normalerweise aus 3 Teilen, dem Lithium Akku mit der Elektronik, dem Verdampfer und den Depots mit einer Flüssigkeit. Die Depots werden mit verschiedenen Geschmacksrichtungen (wie z.B. Tabak, Menthol etc.) angeboten.
Die elektronische Zigarette eignet sich dazu das Verlangen von Genuss-, Stress- und Gelegenheits- und Figurraucher zu befriedigen. Suchtraucher benötigen ev. noch zusätzliche nikotinhaltige Produkte.
Fazit: Die eZigarette stellt eine Alternative zur traditionellen Zigarette dar. Sie ist kostengünstiger und weniger schädlich als herkömmliches Rauchen !
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